BSAG Bremen

bremen09BSAG- der virtuelle TOUCHbill
Ein multifunktionaler Fahrkartenautomat mit der Funktion zur Geldkarten- oder Bargeldverarbeitung. 

Nach Aufstellen dieser Automaten in den Straßenbahnen der BSAG kam es jedoch verstärkt zu Kundenbeschwerden. Die Kunden kamen mit der Handhabung des Gerätes nicht zurecht, in der Beschwerdeabteilung der BSAG hagelte es Beschwerden! So setzten sich eine Handvoll Mitarbeiter zusammen um herauszufinden, wo das Problem lag: war es die Handhabung? Oder die Menüführung? Oder die Technik? Oder alles zusammen…. ?

Letztendlich entwickelten die MitarbeiterInnen einen virtuellen TOUCHbill, sozusagen ein Übungsgerät, mit dem die Kunden den Fahrkartenkauf virtuell üben können. Mit diesem Übungsgerät ist aber noch mehr möglich. Tarifschulungen für lassen sich mit Hilfe des virtuellen Touchbills ganz einfach mit Laptop durchführen. Die Verkaufsstellen können Kundenfragen zu den Tarifen schnell beantworten und erhöhen so den Service. Außerdem ist der virtuelle TOUCHbill übertragbar auf Telematik-/Zahlungssysteme anderer Verkehrsunternehmen, d. h. mit wenig Aufwand könnten diese virtualisiert und im Internet bereitgestellt werden.
Wer jetzt neugierig geworden ist, guckt mal auf der Homepage www.bsag.de unter Menüpunkt „Service“ nach…

 

LVB Leipzig

Leipzig09LVB Leipzig- Aktiv für Jung und Alt
Das „Aktive-Office“ –  ein Sozialprojekt mit dem Ziel, Langzeitarbeitslose mit einer geregelten und sinnvollen Aufgabe gemeinwohlorientiert zu beschäftigen.

Innerhalb dieses Aktiv-Offices gibt es das Projekt „Aktiv für Jung und Alt“ bei dem es darum geht, bestimmte Zielgruppen wie z. B. Vorschulkinder, Grundschulkinder oder auch Senioren zu beraten und dabei aktiv einzubeziehen. Zumindest theoretisch, denn von einer Umsetzung wurde erstmal Abstand genommen, weil die Befürchtung bestand, die Teilnehmer mit dieser Aufgabe zu überfordern. Die Teilnehmer sind Langzeitarbeitslose mit den unterschiedlichsten Berufs- und Ausbildungshintergründen. Als diese jedoch ungefragt mit ähnlichen Vorschlägen aufwarteten, gab es grünes Licht!

So entstanden drei Teilbereiche: „Mobil und Sicher durch den Alltag“ – Beratung für Senioren, „Willi kommt“ – Beratung für Vorschulkinder und „Bus- und Bahntraining“ – Beratung für Grundschüler. Dabei haben die Teilnehmer des „Aktive Office“ die Projektideen kreativ aus- und umgestaltet und mit Engagement und Begeisterung tolle Konzepte entwickelt. 
Die Resonanz ist durchweg positiv: nicht nur Funk, Fernsehen und Presse lobten die Veranstaltungen, auch die Teilnehmer sind begeistert! So konnten bis heute über 100 Veranstaltungen mit mehr als 1500 Teilnehmern durchgeführt werden, bis November 2009 ist das Team sogar ausgebucht.

Mit den Schulungen für z. B. Moderations- und Präsentationstechniken bekamen die Teilnehmer ein gutes Instrument in die Hand, mit dem sie ihr Selbstbewusstsein und Auftreten stärken konnten. Mit dem Erfolg ihrer Arbeit gewannen sie an Selbständigkeit und Verantwortungsgefühl. Sie haben sich mit dieser sinn- und anspruchsvollen Arbeit sozial eingebracht und gleichzeitig soziales Engagement empfangen. Ganz nebenbei erhöhten sie mit diesen Kompetenzen ihre Chancen für eine Einstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

 

 

ssb Stuttgart

Stuttgart09SSB ÖPNV- Navigationssystem auf iPhone!
In Vino Veritas?

In diesen Fall war der Wein nicht Auslöser für Kopfweh, sondern für eine super Idee mit Nebenwirkungen!

Ein Mitarbeiter der SSB saß mit Freunden gemütlich in einem Weinlokal irgendwo in Stuttgart. Da alle Weintrinker nicht mit dem PKW nach Hause fahren wollten, liegt es ja nahe, den ÖPNV zu nutzen. ABER! Es gab viele Gründe das öffentliche Angebot nicht zu nutzen, nämlich: wo ist die nächste Haltestelle und wie finde ich dahin? Muss ich umsteigen? Wie komme ich von der Endhaltestelle nach Hause? Schlussendlich wurden div. Taxen bestellt, denn diese Fragen konnte der SSB-Mitarbeiter aus dem Stand auch nicht beantworten.   
Weil dieser Mitarbeiter den Ausgang des Abends aber sehr unbefriedigend befand, ließ es ihn nicht los, nach einer Lösung zu suchen. Die fand er auch, als er einen Kollegen mit iPhone traf. Nach etlichen Gesprächen, Diskussionen etc. war aus der fixen Idee, eine einfache, nutzerfreundliche Fahrplananwendung zu schaffen, die die Vorteile des iPhones wie z. B. die Aktualität und Bedienerfreundlichkeit in den Mittelpunkt stellt, ein hausinternes Projekt geworden. Mit Hilfe eines externen Partners mit Apple-Spezialisierung zur Programmierung der Idee ging dann alles sehr schnell:

Alle SSB-Kunden, die zugleich Nutzer des Mobiltelefons iPhone von Apple sind, haben im Applikation-Store von Apple iTunes die Möglichkeit, die SSB-Fahrplanauskunft kostenlos herunter zu laden. Diese installiert sich dann per Knopfdruck auf dem Telefon des Nutzers. Somit ist es möglich:

• Die nächstgelegene Haltestelle zu finden
• Den Weg vom aktuellen Standort zur Haltestelle anzuzeigen
• Aktuelle Fahrplanauskünfte der SSB und aller Verbundpartner abzufragen
• Die Abfahrtstafeln der gewünschten Haltestelle einzusehen
• Das Stadtbahn- und Verbundnetz anzusehen

Damit hat die SSB als erstes Verkehrsunternehmen in Deutschland ein für den Nutzer kostenloses ÖPNV- Navigationssystem von Tür zu Tür entwickelt!!

 

ssb – Sieger 2008!

Stuttgart08 (2)SSB-Kampagne für neue Abo-Kunden

Die Warteschlangen am KundenCentrum und den Automaten ließen die Idee entstehen, eine Abowerbung als „Kunden werben Kunden“-Aktion zu gestalten. Mit dieser Umsetzung wurde eine innovative Marketing-Methode erstmals erfolgreich bei der SSB in Stuttgart eingesetzt. Einmal monatlich werden in einer „KUNO“-Runde, in denen Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmensbereiche vertreten sind, Themen der Kundenorientierung besprochen. Die Mitarbeiter bei KUNO schlagen Verbesserungen vor. Gleichzeitig sind sie in ihrem jeweiligen Bereich auch Ansprechpartner für die Kollegen, wenn es um Fragen zur Kundenorientierung geht.  
An diesen Arbeitskreis wurde von einer Mitarbeiterin die Idee zu einer „Kunden werben Kunden“-Aktion herangetragen. Der Arbeitskreis beschäftigte sich mit der Idee und entwickelte Eckpunkte für die Realisierung einer solchen Marketingmaßnahme: Dabei kann jeder Interessierte neue Abokunden werben und erhält dafür einen Prämiengutschein. Hierfür mussten zunächst auch Kooperationspartner gefunden werden.

Im Rahmen dieser Aktion entschied sich die Gruppe erstmals die Methodik eines Customer Relationship Managements (CRM – deutsch: Kundenbeziehungsmanagement) anzuwenden. Dabei werden die vorhandenen Kundendaten so zusammengeführt, dass man sie auswerten und gezielt nutzen kann. So wurden beispielsweise für die „Kunden werben Kunden“-Aktion solche Kunden gezielt angeschrieben, die in den zurückliegenden zwölf Monaten sechs bis zehn Monatskarten im KundenCentrum oder am Automaten gekauft hatten – und die damit besonders geeignet für ein Abonnement sind.

Diese Innovation erwies sich als erfolgreich, so dass die CRM-Methode künftig zum Standard bei Marketingaktionen der SSB wird. Auch die Wirtschaftlichkeit der Aktion konnte nachgewiesen werden. Aus einer Mitarbeiter-Idee wurde so eine erfolgreiche Marketing-Maßnahme, die auch auf andere Unternehmen übertragbar ist. Schließlich gehört der Kunde in den Mittelpunkt der Aktivitäten von Verkehrsbetrieben.

BVG Berlin

Berlin083Der Feldzug der Kreuzgitter
Graffitischutz an Kiosken in Berlin

Zum Kerngeschäft der URBANIS GmbH, einer Beteiligung der BVG, gehört die Betreuung von Kiosken, Läden und Verkaufseinrichtungen in den Berliner U-Bahnhöfen und im öffentlichen Straßenland. Diese Einrichtungen sind leider immer wieder beliebtes Ziel von Sprayern, Scratchern, Schmierern etc. Die Beseitigung dieser Vandalismusschäden kostet nicht nur viel Arbeitszeit und Geld, sondern ärgert auch die Kunden und Mieter der Verkaufseinrichtungen und mindert die Aufenthaltsqualität der Haltestellen. 
Schon lange besteht Handlungsbedarf und so setzte sich eine Teamrunde immer wieder zusammen, machte sich Gedanken, versuchte sich in die Denkweise der Schmierer rein zu versetzen, um mögliche Lösungen zu entwickeln. Diese wurden immer wieder verworfen, bis das Team auf eine nicht nur einfache sondern auch wirksame „Präventionsidee“ kam: Schmierer und Scratcher suchen sich immer glatte und helle Oberflächen.

Und die gilt es zu unterbrechen! Der erste Versuch war ein Gitter mit Rautenmuster, welches im Handel von der Stange zu erwerben ist, es wurden drei verschiedene Musterbleche gebaut und als Präventionsschutzgitter an je einen Musterkiosk befestigt, um ihre Alltagstauglichkeit zu überprüfen. Nach einigen Wochen des Testlaufs kam das Team zu dem Ergebnis, das die Gitter zu scharfkantig sind und daher noch gewalzt werden müssen. Außerdem wurde festgestellt, dass pulverbeschichtete Oberflächen leichter zu reinigen sind. Da viele der zu betreuenden Kioske/ Läden unter Denkmalschutz stehen, standen nun noch Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde an. Nach erfolgreichen Absprachen konnten die Schutzgitter auch an diesen Kiosken angebracht werden. Sofort nach Anbringen der ersten Schutzgitter ließen die Schmierer und Vandalen fast gänzlich von den Kiosken ab, die Schmierereien nahmen um ca. 90 % ab, beim Scratching sogar fast 100 %. Inzwischen wurden 100 Kioske mit diesen Präventionsgittern ausgestattet, weitere 50 sollen noch folgen.